Eltern-Initiative für Kinder ab 15 Monaten bis 4 Jahre
 

Konzept
Komm spielen!

Verlauf eines Gruppentreffens

Durch gemeinsame Finger- und Kreisspiele sowie gemeinsames Singen und Tanzen, entsprechend dem Entwicklungsstand der Gruppe, wird das Gruppenbewusstsein gestärkt. Neu möchten wir die Eltern der Kinder in diese Sing- und Kreisspiele noch mehr einbinden, in dem wir den Gruppentag alle gemeinsam beginnen und ausklingen lassen. Ein wichtiger feststehender Punkt während eines Gruppentreffens ist das gemeinsame Verzehren der für alle zusammen mitgebrachten Brotzeit.

Vorher und nachher finden ausgiebige Freispielphasen statt. Den Kindern stehen dafür ein Spielzimmer mit Kinderküche und Kuschelecke, ein Turn- und Tobezimmer sowie der Gruppenraum mit großem Gruppentisch für Basteleien oder Tischspiele zur freien Verfügung.

Die Betreuer geben den Kindern altersgerechte Spiel- und/oder Beschäftigungsanregungen und nehmen dabei die von den Kindern ausgehenden Spielideen auf. Die einzelnen Spielphasen richten sich nach den situativen Bedingungen, nach den jahreszeitlichen Möglichkeiten (drinnen und draußen) und den Bedürfnissen der Kinder.

Hinweis zur Ernährung:

Während der Gruppenzeiten und bei gemeinsamen Festen legen wir Wert auf eine gesunde Ernährung unserer Kinder. Das bedeutet, den Kindern sollen und dürfen keine Süßigkeiten mitgegeben werden und sie erhalten auch keine in der Gruppe.

Unsere Ziele und Methoden

Erziehung zur Selbständigkeit

Die Kinder sollen lernen, bei Berücksichtigung individueller Unterschiede möglichst frühzeitig ihr Leben selbst zu meistern. Das bedeutet im Kleinkindalter, die Fertigkeiten im Laufen, Sprechen, Essen, Anziehen usw. zu fördern sowie den Umgang mit dem eigenen Körper zu sensibilisieren.

Erziehung zu offener und solidarischer Auseinandersetzung

Damit beabsichtigen wir, dass auch bereits bei Kleinkindern Verständnis und Rücksicht für die Bedürfnisse der anderen entstehen und sich nicht durch aggressives Verhalten wie etwa Schlagen oder Beißen das Recht des Stärkeren durchsetzt. Die jeweils Schwächeren werden besonders unterstützt, den Stärkeren soll vermittelt werden, dass sie ihre Fähigkeiten positiv für andere einsetzen können.

Produktives Lernen

Die Kinder sollen sich nicht nur irgendwie mit vorgefertigtem Spielzeug beschäftigen, sondern ihnen sollen sinnvolle Aufgaben gestellt werden, zu denen sie einen Erfahrungsbezug haben bzw. bei denen sie Erfahrungen sammeln können.
Diese Ziele können weder durch autoritäres oder antiautoritäres Herangehen erreicht werden. Sie erfordern ein konsequentes Eingreifen und eine individuelle Förderung, die sich an der
Einsichtsfähigkeit, den Interessen und den Bedürfnissen der Kinder orientieren.

Wir möchten gern...

... unseren Kindern Möglichkeiten bieten, durch eine zeitlich begrenzte Betreuung den
Erfahrungsbereich „Elternhaus“ frühzeitig zu erweitern.

… durch gemeinsames Lernen und Begreifen unter Gleichaltrigen die Bedürfnisse des
Kleinkindes nach sozialem und nachbarschaftlichem Kontakt umfassender
befriedigen, als dies unserer Meinung nach in der heutigen Kleinfamilie möglich ist.

... durch kleine Gruppenstärke, pädagogisch geschultes Personal, eine Vielzahl pädagogischer
Angebote und kindgerecht gestalteten Räumlichkeiten den Kindern einen möglichst großen Freiraum für ihre Entfaltung schaffen.

... eine umfassende Entwicklung der körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten
und Fertigkeiten unserer Kinder bei Berücksichtigung ihrer jeweiligen Bedürfnisse fördern.

... die Kinder durch erste Gruppenerfahrungen auf den Kindergarten vorbereiten.

... eine Erziehung, die nicht in Zielen und Methoden erstarrt, sondern vom Dialog zwischen
Eltern und Erziehern lebt.

... Mütter und Vätern die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bieten.

Von den Eltern erwarten wir...

... dass sie nicht nur Ihr Kind schnell bringen und holen, sondern sich noch kurz Zeit nehmen
gemeinsam den Gruppentag zu beginnen und ausklingen zu lassen (Singen, Tanzen).

... dass sie sich aktiv an der Betreuung der Kinder beteiligen (abwechselnde Elterndienste).

... dass sie dazu beitragen, die Gruppenräume und das Spielzeug sauber und instand zu halten
(Elterndienste, Ramadama, Reparaturen).

... dass sie sich für die Belange der Raum- und Gartengestaltung mitverantwortlich zeigen
(Gartentermine, Renovierungen).

... dass sie bereit sind, Aufgaben im Verein zu übernehmen (Vorstand, Kassenprüfer,
Gartenbeauftragter, Organisation von Veranstaltungen).

Die Kindergruppe ist eine Eltern-Initiative, die durch das Engagement der Eltern lebt. Umso aktiver Sie mitarbeiten, umso mehr wird Ihr Kind die Kindergruppe als einen seiner
Lebensbereiche annehmen. Dadurch wird es viel Freude an der Kindergruppe haben und viele wertvolle Erfahrungen sammeln.